11.07.2025
„Du aber, Mensch, wie lange lebst denn du?“ Es ist die ganze Erde, die uns in Gustav Mahlers letztem grandiosen Liederzyklus befragt. Aus einer Anthologie chinesischer Autoren, die zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert lebten und u.a. von Hans Bethge ins Deutsche übertragen wurden, ist das „Lied der Erde“ für Tenor, Alt und Orchester eine Reflexion über die Endlichkeit des menschlichen Lebens sowie die Unermesslichkeit von Natur und Wiedergeburt. 1920 nahm Schönberg eine Transkription für Kammerensemble in Angriff, die allerdings Fragment blieb und erst 1980 vom Musikwissenschaftler Rainer Riehn komplettiert wurde.
Für Olivia Vermeulen bietet die diesjährige Ausgabe des Spoleto-Festivals einen passenden atmosphärischen Rahmen für die Wiederaufnahme eines Werks, das sie unter Leitung von Iván Fischer bereits Anfang März in Budapest und in weiterer Folge auch am Concertgebouw Brügge interpretiert hat. Unter der Leitung von Giuseppe Mentuccia wird es den Musikerinnen und Musikern des Budapest Festival Orchestras bestimmt auch diesmal gelingen, Dichte und Motivik der Partitur in einer intimen und persönlichen Dimension zum Ausdruck zu bringen.
Besetzung
Olivia Vermeulen, Mezzosopran
Toby Spence, Tenor
Giuseppe Mentuccia, Dirigent
Musiker*innen und Musiker des Budapest Festival Orchestra
11. Juli | 17:00
12. Juli | 12:00
Festival dei Due Mondi
Spoleto | Teatro Caio Melisso Carla Fendi
Mahler: Das Lied von der Erde (Arr. Schönberg/Riehn)