NEWS

Olivia Vermeulen © Staatsoper Unter den Linden
Olivia Vermeulen © Staatsoper Unter den Linden

17.04.2026

OLIVIA VERMEULEN | Als Anastasio in Vivaldis "Il Giustino"

Mehr als 100 Opern verfasste Antonio Vivaldi laut eigenen Angaben im Verlauf seiner Komponistenkarriere – allerdings nicht alle von gleicher Qualität. Eine der hervorragendsten Opern aus der Feder des „roten Priesters“ ist Il Giustino, die 1724 in Rom aufgeführt wurde und eine Vielzahl an herrlichen Arien verschiedenster Gattungen enthält. Auch das Orchester ist farbenreich besetzt – eben ganz typisch Vivaldi.

Die Besonderheit der Uraufführung war, dass der Komponist die Oper ausschließlich mit Männern besetzte, beispielsweise mit dem umbrischen Kastraten Giacinto Fontana, der aufgrund seiner zarten Erscheinung auch „il farfallino“ (kleiner Schmetterling) genannt wurde.

Bereits 2022 konnte René Jacobs Vivaldis Meisteroper erfolgreich an der Berliner Staatsoper Unter den Linden aufführen und geht nun mit dem Freiburger Barockorchester an Bord auf Europatournee, mit Stationen beim Heidelberger Frühling (17. April), dem Palau de la Música in Valencia (19. April), dem Antwerpener Kulturzentrum deSingel (21. April), dem Konzerthaus Freiburg (23. April) und – zum krönenden Abschluss - dem Teatro Real in Madrid (25. April). In einer der Hauptrollen mit dabei ist auch Olivia Vermeulen, die dem Freiburger Barockorchester durch mehrere unterschiedliche Zusammenarbeiten eng verbunden ist und in Il Giustino unter René Jacobs auch schon in Berlin zu hören war. In diesem Rahmen leiht sie mit ihrem gewohnt ausdrucksstarken und koloratursicheren Mezzosopran nun aber erstmals der Figur des byzantinischen Kaisers Anastasio ihrer Stimme, der als Machzentrum und dramaturgischer Katalysator maßgeblich den Konfliktrahmen der Oper bestimmt …

Besetzung:

Rémy Brès-Feuillet, Giustino
Olivia Vermeulen, Anastasio
Katharyna Kasper, Arianna
Robin Johannsen, Leocasta
Siyabonga Maqungo, Vitaliano
Sonia Prina, Andronico
Mark Milhofer, Amanzio
Francesc Ortega i Martí, Polidarte

René Jacobs, Leitung
Freiburger Barockorchester

KÜNSTLER_INNEN