19.05.2026
Der österreichische Bariton Georg Nigl übernimmt an der Wiener Staatsoper erstmals eine der zentralen Charakterpartien des Wagner-Kosmos: den Alberich im „Ring des Nibelungen“. In der Wiederaufnahme der Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf wird Nigl die Figur in allen drei Teilen verkörpern – im Rheingold, in Siegfried und in der Götterdämmerung. Am Pult steht Pablo Heras-Casado.
Damit betritt Nigl mit dieser Partie Neuland in seiner Karriere. Zwar hat er sich mit dem vielschichtigen Nibelungen bereits beschäftigt, doch bislang ausschließlich konzertant: Unter der Leitung von Simon Rattle sang er den Alberich in „Siegfried“ in München. Die Kritiken hoben dabei seine differenzierte Gestaltung hervor – etwa als „hinterlistig-verschlagener Alberich mit immens beweglicher Phrasierung“.
Gerade diese Vielschichtigkeit wird garantiert auch in Wien zum Tragen kommen. Nigl, der sich nie auf ein festes Fach festlegen ließ und vom Barock bis zur Moderne reicht, bringt für die Figur des machtbesessenen, zugleich tief verletzten Außenseiters ideale Voraussetzungen mit. In der vergleichsweise psychologisch angelegten Bechtolf-Produktion dürfte sein Zugang dabei neue Facetten der Figur freilegen.
So verspricht die Wiederaufnahme nicht nur eine Wiederbegegnung mit einem etablierten Wiener „Ring“, sondern auch eine neue Perspektive auf Alberich – als komplexe Charakterstudie, die mit Nigls Debüt zusätzliche Kontur gewinnt.
Wir wünschen ein kräftiges TOI TOI TOI!
19. Mai 2026 | 19:00 Uhr
R. Wagner: Das Rheingold
30. Mai 2026 | 17:00 Uhr
R. Wagner: Siegfried
4. Juni 2026 | 16:30 Uhr
R. Wagner: Götterdämmerung
6. Juni 2026 | 19:00 Uhr
R. Wagner: Das Rheingold
10. Juni 2026 | 17:00 Uhr
R. Wagner: Siegfried
14. Juni 2026 | 16:30 Uhr
R. Wagner: Götterdämmerung
Wiener Staatsoper