Foto: Harald Hoffmann | DGG

THOMAS QUASTHOFF - und sein neues Jazz-Projekt

28.11.2016

Thomas Quasthoff präsentiert sich vier Jahre nach Beendigung seiner Gesangskarriere mit seinem neuen Jazz-Programm wieder als musikalischer Grenzgänger und singt seine Lieblingslieder von Soul-Legenden, Pop-Stars und Blues-Helden. Wie Quasthoff seinem Anspruch, Menschen mit seiner Stimme wirklich zu berühren, gerecht wird, machen die Publikumsreaktionen deutlich.

 

Im Juli 2015 sorgte Thomas Quasthoff bei einem Frank-Sinatra-Abend in der Wiener Staatsoper für standing ovations – tags darauf war im Standard zu lesen: …Quasthoff …. verfügt nach wie vor über schnurrige Tiefen wie hypnotisch-poetische Höhen. Sein Umgang mit Dynamik und sein Legatostil lassen hoffen, er würde in Zukunft doch noch ein Jazzalbum andenken.

 

Foto: Harald Hoffmann | DGG

Thomas Quasthoff hat in den vergangenen Jahren mehr als einmal bewiesen, dass er sich gerne neuen Herausforderungen stellt und so wird er ab Ende November 2016 mit international renommierten Instrumentalisten wieder auf Tour gehen. «Ich habe auch diesmal eine ausgesprochen schlagkräftige Truppe dabei», freut sich Thomas Quasthoff und lobt den Schlagzeuger Wolfgang Haffner, den Pianisten Frank Chastenier und den Bassisten Dieter Ilg als "gute Freunde und außerordentliche Musiker."

 

Was das Repertoire anlangt, wird er Songs singen, die ihm ein Anliegen sind, denn Jazz war für ihn immer mehr als nur rekreativer Zeitvertreib und Schuberts „Winterreise“ war Quasthoff so nah wie das Great American Songbook. „Man wächst ja mit Musik auf“, holt Thomas Quasthoff aus, wenn man ihn auf das Repertoire seines neuen Jazz-Projektes anspricht. „Und bei mir waren die Übergänge, sagen wir mal, sehr fließend.“ Dann legt er los, ganz im Fluss. Er erzählt von seinem Bruder Michael und dessen prägendem Einfluss auf seinen Musikgeschmack, von Old-Time-Jazz bis zur Avantgarde, sprich: „Von Bix Beiderbecke über Louis Armstrong oder Oscar Peterson und Cannonball Adderley zu Dizzy Gillespie, Miles Davis, John Coltrane, natürlich auch Don Cherry und Ornette Coleman, bis hin zu Cecil Taylor, Peter Brötzmann oder Alexander von Schlippenbach.“ Dazu kamen die Popsongs, die er sich aus dem Radioprogramm siebte, das klassische Repertoire, das seine früh erkannte Begabung mit sich brachte, und, ebenfalls über den Bruder, reichlich Soul-, Funk- und Country-Lieder. „Die Bandbreite war wirklich sehr, sehr groß“, betont er. „Mir war es auch immer wichtig, so eine Horizontweite zu haben. Einseitigkeit halte ich nach wie vor für gefährlich. Es ist doch enorm spannend, wenn man seine Fühler ein bisschen ausstreckt.“

 

Angesprochen auf seine neue Jazz-Karriere wiegelt Quasthoff ab: „Ich bin nicht die neue Soul-Entdeckung und sicher auch nicht derjenige, der den Jazzgesang in Deutschland fünf Stufen weiter bringt - darum geht es auch nicht. Es gibt manchmal wirklich Menschen, die einfach Dinge tun, weil sie die gerne tun und weil ihnen das Spaß macht. Wir machen diese Konzerte, weil wir unheimliche Freude an diesen Songs haben – sie sind mir sogar sehr wichtig – und weil ich wirklich gerne mit diesen Musikern zusammenspiele.“

 

Thomas Quasthoff, vocals

Frank Chastenier, piano

Dieter Ilg, double bass

Wolfgang Haffner, percussion

 

 

Termine:

 

3. Juli 2017 | WIEN - Jazzfest Wien

6. Juli 2017 | LÖRRACH - Stimmenfestival

16. Juli 2017 | WUPPERTAL - Klavierfestival Ruhr

22. Juli 2017 | ATTERGAUER KULTURSOMMER

 

2. August 2017 | VERBER - Verbier Festival

6. August 2017 | NÜRNBERG - Stars im Luitpoldhain

26. August 2017 | RHEINGAUFESTIVAL

 

13. Oktober 2017 | BUDAPEST - MüPa

16. Oktober 2017 | DÜSSELDORF - Tonhalle

18. Oktober 2017 | HAMBURG - Laeiszhalle

 

9. Dezember 2017 | BADEN-BADEN - Festspielhaus

 

 

Kontakt: Helga Machreich-Unterzaucher