Florian Boesch © Lukas Beck

FLORIAN BOESCH ist Wozzeck am Theater an der Wien

15.10.2017

Der Inhalt der Tragödie Georg Büchners Woyzeck aus dem Jahr 1879 scheint zeitlos zu sein – Perspektivenlosigkeit, Verurteilung durch Dritte, irrationale Ängste bestimmen das Leben des Soldaten. Alban Berg, der ab 1915 im Kriegsministerium seinen Militärdienst leisten musste, begann noch im selben Jahr an der Komposition seiner Oper zu arbeiten, die mittels Atonalität die Emotionen expressiv und ergreifend verdeutlicht.

 

Für Florian Boesch ist die 1925 in Berlin uraufgeführte Oper ein absolutes Meisterwerk und die Titelpartie unschlagbar seine Wunschpartie. Sein Rollendebüt an der Oper Köln sowie mehrere konzertante Aufführungen (beim Helsinki Festival und im Concertgebouw Amsterdam) überzeugten die internationale Presse:

 

„Inwändig glühend ist Boesch auch musikalisch das Kraftzentrum und stattet Bergs gewaltige Partie mit der Nuanciertheit und makellosen Diktion des Lied-Sängers aus.“
„Berg verlangt dem Bariton einiges an stimmlichem Repertoire ab – Boesch leistet das in Vollendung.“

 

Nun verkörpert er den „Wozzeck“ unter der Regie von Robert Carsen und unter der musikalischen Leitung von Leo Hussain am Theater an der Wien.

 

 

Besetzung
Florian Boesch, Wozzeck

Lise Lindstrom, Marie
Ales Briscein, Tambourmajor
John Daszak, Hauptmann
Stefan Cerny, Doktor
Benjamin Hulett, Andres
Dumitru Madarasan, Erster Handwerksbursche
Erik Arman, Der Narr
Natalia Kawalek, Margret

Leo Hussain, Dirigent
Wiener Symphoniker
Arnold Schoenberg Chor

Robert Carsen, Regie
Gideon Davey, Ausstattung
Peter can Praet, Licht
Ian Burton, Dramaturgie

Daten
Oktober 15 | 17 | 19 | 21 | 23 | 27 | 19:00 Uhr

Wien | Theater an der Wien
www.theater-wien.at