Bernarda Fink © Marco Borggreve

BERNARDA FINK - Pelléas et Mélisande in Wien

18.06.2017

Seit vielen Jahren gehört sie zu den weltweit gefeierten Mezzosopranistinnen. Sie ist ein stiller Star, jemand, der sich langsam und stetig seinen Platz als Stern am Sängerhimmel erarbeitet hat. Ihr unprätentiöses Wesen, ihre immer wieder durchschimmernde Demut vor dem Werk anderer - Komponisten, Dirigenten, Kollegen - ist von grundehrlichem Charakter, nichts wirkt hier gewollt. 

 

Längst hat sie sich als Liedinterpretin einen Namen gemacht, gleichwohl spielten die großen Werke von Bach, Monteverdi, Händel und Gluck eine gewichtige Rolle im künstlerischen Schaffen der Sängerin. In den letzten Jahren fanden sich auch alle wichtigen Komponisten der Romantik und Moderne in ihrem Repertoire – vorwiegend Solo- und Orchesterlieder der französischen und deutschen Romantik, was vor allem an der besonderen Bedeutung liegt, die Bernarda Fink dem Text zumisst. ‚Für mich muss Text etwas starkes sein - literarisch und emotional. Deshalb fühle ich mich speziell den romantischen französischen Werken - also ‚Shéhérazade’, ‚Nuits d’été’, Berlioz, Fauré, Duparc und Debussy - aber auch den deutschen Vertretern besonders nahe.’ Vor allem das Werk Gustav Mahlers spielte eine große Rolle in der Auswahl ihres Repertoires.

 

Bernarda Fink © Marco Borggreve

Die Oper nahm aus privaten Gründen nie eine zentrale Rolle in der künstlerischen Laufbahn von Bernarda Fink ein, wenngleich sie als „Giunio“ in Mozarts „Lucio Silla“ unter Nikolaus Harnoncourt, als Orfeo, Sesto oder Idamante unter René Jacobs große Erfolge feierte.


Nun folgte sie der Einladung der Wiener Staatsoper, um in einer Neuproduktion von "Pelléas et Mélisande - dem symbolistischen Meisterwerks von Debussy die Partie der Geneviève unter der Leitung von Alain Altinoglu und in der Regie von Arturo Marelli zu singen.
Olga Bezsmertna und Adrian Eröd singen die Titelpartien in dem Werk, das auf dem Schauspiel von Maurice Maeterlinck über die verbotene, todgeweihte Liebe von Pelléas und Mélisandes basiert. Simon Keenlyside singt Golaud, während Bernarda Fink als Geneviève ihr Debüt an der Wiener Staatsoper geben wird.

 

Claude Debussy: Pelléas et Mélisande

 

Franz-Josef Selig, Arkel
Bernarda Fink, Geneviève
Adrian Eröd, Pelléas
Simon Keenlyside, Golaud
Olga Bezsmertna, Mélisande

Maria Nazarova, Yniold 

Marcus Pelz, Arzt

Alain Altinoglu | Dirigent
Marco Arturo Marelli | Regie, Bühne und Licht
Dagmar Niefind | Kostüme

Termine:
18. | 20. | 24. | 27. | 30. Juni 2017

Wiener Staatsoper
Informationen und Karten hier