Foto: Patricia Petibon © Bernard Martinez

Patricia Petibon – Biografie

Sopran
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Biografie:

Wie das im besten Fall gewirkt haben kann, demonstriert im Pariser Théâtre des Champs-Élysées Patricia Petibon, die auch noch die vertracktesten Staccati bombensicher absolviert und ihrer Stimme, je nach Stimmungsgehalt des Textes, in den melodischen Bögen alle koloristischen Nuancen abzutrotzen weiß, die es braucht, um Triumph, Angst, Liebessehnen und was dergleichen Aufregendes in der Oper noch verlangt wird, zum Schwingen zu bringen. Da ist eine Wandlungsfähigkeit im Spiel, über die in unserem Äon wohl nur noch die besten Sopranistinnen gebieten.
(Wilhelm Sinkovicz, Die Presse -12. Februar 2016; Rezension über W.A. Mozart, Mitridate, re di Ponte, Théâtre des Champs-Elysées, Paris)


Am Conservatoire National Supérieur de Musique bei Rachel Yakar ausgebildet und von William Christie entdeckt, hat sich Patricia Petibon mit einem Repertoire, das sich vom französischen Barock bis zur zeitgenössischen Musik erstreckt, als eine der vielseitigsten Sängerinnen ihres Fachs einen Namen gemacht. Seit ihren Anfängen 1996 an der Opéra de Paris in Rameaus HIPPOLYTE ET ARICIE vollzog sie Streifzüge durch die Musikgeschichte, angefangen bei Mozart bis Offenbach über Donizetti und Verdi bis hin zu Poulenc und Berg, auf den großen Bühnen der Welt.

 

Dem Barock bleibt die Künstlerin weiterhin treu, wie Aufführungen von Rameaus LES INDES GALANTES/Phani & Zima mit William Christie an der Pariser Opéra und ARIODANTE/ Dalinda unter der musikalischen Leitung von Marc Minkowski, die Neueröffnung des Théâtre du Châtelet mit Glucks ORPHÉE ET EURYDICE unter John Eliot Gardiner sowie ARIODANTE/Ginevra am Grand Théâtre de Genève und ALCINA/Morgana an der Mailänder Scala zeigen. Einen besonderen Erfolg feierte die Künstlerin als Giunia/LUCIO SILLA im Theater an der Wien unter Nikolaus Harnoncourt, dem sie sich musikalisch sehr verbunden fühlte und mit dem sie wiederholt zusammen arbeitete.

 

Höhepunkte der letzten Jahre beinhalten Despina/COSÌ FAN TUTTE bei den Salzburger Festspielen sowie ihr Rollendebüt als Lulu in Genf, bei den Salzburger Festspielen und im Liceu in Barcelona (auch auf DVD bei DGG erschienen). Außerdem stand Patricia Petibon mit MITRIDATE in Wien und München auf der Bühne. In ihrem Rollendebüt als Donna Anna/DON GIOVANNI war sie mit großem Erfolg an der Opéra Bastille in Paris zu erleben. Zuletzt wurde sie für ihre Susanna/LE NOZZE DI FIGARO beim Festival in Aix-en-Provence sowie bei ihrem Rollendebüt als Gilda in einer Neuproduktion von RIGOLETTO in München gefeiert. 2013 sang sie in Barcelona Giunia/LUCIO SILLA und feierte als Blanche in einer Neuproduktion von LES DIALOGUES DES CARMÉLITES am Théâtre des Champs-Elysées in Paris – wie auch schon zuvor in Wien – einen großen persönlichen Triumpf. Auch die Uraufführung von Philippe Boesmans AU MONDE an der Brüsseler Monnaie und die Wiederaufnahme am der Opéra Comique in Paris waren von Erfolg gekrönt.

 

Im Sommer 2014 war sie wiederum als Ginevra in Händels ARIODANTE beim Festival von Aix-en-Provence zu erleben. Den Auftakt der Saison 2014/15  machte eine bejubelte Rückkehr an die Wiener Staatsoper, wo sie in Massenets MANON zu erleben war. In der Titelpartie von Händels ALCINA, die sie im Sommer 2015 nach Aix-en-Provence führte, wurde sie ebenso bejubelt. Ein weiterer Höhepunkt der vergangenen Saison war eine Neuproduktion von Mozarts MITRIDATE am Théâtre des Champs Elysées wo sie als Asteria auf der Bühne stand.

 

Enge musikalische Beziehungen verbinden Patricia Petibon mit Alain Altinoglu, Giovanni Antonini und Il Giardino Armonico, Bertrand de Billy, Ivor Bolton, Frédéric Chaslin, Emmanuelle Haïm und Le Concert d‘Astrée, Daniel Harding, Kristjan Järvi Andrea Marcon und La Cetra und Venice Baroque, Josep Pons, François-Xavier Roth und Les Siècles, Christophe Rousset, Jérémie Rohrer, Paavo Järvi und viele andere.

 

Auf der Liedbühne fühlt sich Patricia Petibon gleichermaßen Zuhause, sie tritt regelmäßig in Paris, im Wiener Musikverein und Konzerthaus, bei den Salzburger Festspielen, in Graz, Genf, Dortmund, der Londoner Wigmore Hall, Aix-en-Provence, Luxemburg, Amsterdam, Kopenhagen, Barcelona, Madrid und Bilbao auf. Im September 2014 wurde ihre neue Einspielung „La Belle Excentrique“ veröffentlicht, die von einer Vielzahl an Liederabenden mit demselben Programm begleitet wurde.

 

Höhepunkte der Saison 2016/2017 sind eine Neuproduktion von Massenets MANON am Grand Théâtre de Genève, sowie eine Neuproduktion von Debussys PELLÉAS ET MÉLISANDE am Théâtre des Champs Elysées. Auf dem Konzertpodium ist sie mit Poulencs GLORIA und dem Orchestre National unter Bernard Haitink in Paris, mit Faurés REQUIEM und der Staatskapelle Dresden unter Myung Whun Chung in Dresden, sowie mit einem französischen Barock Programm gemeinsam mit dem Ensemble Amarillis in Angers und Avignion zu erleben. Des Weiteren gibt sie zahlreiche Liederabende u.a. in Lyon, Marseille, Angers, Bruxelles, Salzburg, Paris, im Wiener Konzerthaus, in der Wigmore Hall sowie in Genf.

 

Die Diskografie der Künstlerin umfasst mittlerweile Titel wie „Les Fantaisies De Patricia Petibon“ mit einem vielfältigen Streifzug durch ihr Repertoire, „French Touch“ mit französischen Arien, ein Solo-Album mit französischen Barock-Arien, ORLANDO PALADINO mit Nikolaus Harnoncourt sowie LA PASSIONE DI GESÙ mit Fabio Biondi. Seit Beginn der Saison 2007/08 hat Patricia Petibon einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon. Die Veröffentlichung ihres ersten Albums mit Arien von Gluck, Mozart und Haydn mit Concerto Köln und Daniel Harding Ende Oktober 2008 wurde von Publikum und Presse mit großem Erfolg aufgenommen. Auf ihrer Aufnahme „Rosso“, die 2010 erschienen ist, spielte Patricia Petibon Italienische Barockarien ein. 2011 erschien ihr Album „Melancolia“ mit spanischem Repertoire, das sie gemeinsam mit dem Orquesta Nacional de España unter Josep Pons aufgenommen hat. 2012 wurde ihre Solo-Platte mit dem Titel „Nouveau Monde“ mit Barock-Arien und Liedern, das sie gemeinsam mit La Cetra und Andrea Marcon eingespielt hat, veröffentlicht und 2013 erschien Poulenc’s STABAT MATER und GLORIA mit dem Orchestre de Paris unter Paavo Järvi.

 

2016/2017
 

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www.patriciapetibon.com